Die Studie untersucht vor dem Hintergrund der Diskussionen über die GKV-Finanzen, welche Rolle Selbstbeteiligungen bei Arztbesuchen spielen können und welche Lehren sich aus der früheren Praxisgebühr ziehen lassen.
Die Studie kommt zum Fazit, dass angemessen ausgestaltete Selbstbeteiligungen aus gesundheitsökonomischer Sicht grundsätzlich zu befürworten sind. Sie können einen Beitrag zur Finanzstabilisierung der GKV, zur effizienteren Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und zur Stärkung der Eigenverantwortung leisten. Selbstbeteiligungen sind ein etabliertes Instrument der Gesundheitsökonomie, um dem sogenannten Moral Hazard, also einer durch den Versicherungsschutz begünstigten zusätzlichen Inanspruchnahme, entgegenzuwirken. Internationale wissenschaftliche Studien haben wiederholt gezeigt, dass Eigenbeteiligungen das Inanspruchnahmeverhalten beeinflussen können. Selbstbehalte sind in der PKV seit Langem etabliert. Im Zusammenspiel mit dem Kostenerstattungssystem und Beitragsrückerstattungen setzen sie Anreize für Kostenbewusstsein und Eigenverantwortung.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick: