Der überproportionale Finanzierungsbeitrag privat versicherter Patienten zum Gesundheitswesen im Jahr 2004

WIP-Diskussionspapier 1/2006

Dr. Frank Niehaus

Die vorliegende Untersuchung stellt eine Weiterführung des WIP-Projektpapiers vom September 2005 dar. Das methodische Vorgehen entspricht dieser vorangehenden Studie. Der bisher für 2001 bis 2003 ermittelte Mehrumsatz wird hier für 2004 ausgewiesen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Mehrumsatz der PKV von 2003 auf 2004 um rund eine Milliarde Euro auf ca. 9,5 Milliarden Euro erhöht hat. Die Änderungen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes haben dazu geführt, dass sich die Ausgaben in der GKV in allen Bereichen – mit Ausnahme des stationären Bereichs – reduziert haben. In der PKV haben sich die Ausgaben dagegen pro Versicherten in allen Bereichen erhöht. Diese Erhöhung war zum Teil auch Folge eine Überwälzung der Kosten von der GKV auf die PKV. So hat sich der Beitrag, den die PKV-Versicherten als Systemausgleich in das Gesundheitssystem zahlten, insgesamt erheblich erhöht.

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