Die neue Studie untersucht vor dem Hintergrund der Diskussionen über die GKV-Finanzen, welche Rolle Selbstbeteiligungen bei Arztbesuchen spielen können und welche Lehren sich aus der früheren Praxisgebühr ziehen lassen.
Die frühere Praxisgebühr (2004-2012) hatte durchaus eine Wirkung: Nach ihrer Einführung gingen die Arztkontakte kurzfristig um etwa 2,9 bis 8,8 % zurück. Betroffen waren insbesondere weniger dringliche Arztbesuche. Durch Anpassungsreaktionen (Bündelung von Arztbesuchen, sobald die Praxisgebühr in einem Quartal bezahlt war) konnte dauerhaft keine Mengenreduzierung nachgewiesen werden. Für die Wirkungsweise ist die Ausgestaltung entscheidend.
Zur WIP-Analyse: Praxisgebühr, Kontaktgebühr und Selbstbeteiligung in der ambulanten Versorgung