In einem aktuellen Diskussionsbeitrag, erschienen in der Zeitschrift Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement, beschäftigt sich WIP-Institutsleiter Dr. Frank Wild mit dem ersten Bericht der FinanzKommission Gesundheit.
Der erste Bericht der FinanzKommission Gesundheit ist ein wichtiger Beitrag zur Finanzierbarkeit der GKV. Positiv hervorzuheben ist, dass die Kommission die Finanzdefizite der GKV nicht als vorübergehende Finanzierungsprobleme, sondern als Ausdruck struktureller Herausforderungen eines alternden und medizinisch hoch entwickelten Gesundheitssystems einordnet. Ein Teil der 66 Vorschläge der Kommission stellt die Rückkehr zu früheren Regelungen dar, sei es durch inflationsbedingte Anpassungen oder durch Streichung von leistungsausgabensteigernden Regelungen in der jüngeren Vergangenheit. Eine weitergehende Betrachtung zur Rolle von Eigenverantwortung wäre wünschenswert. Die Rolle der Prävention wird im ersten Bericht primär über konsumsteuerbasierte Lenkungsinstrumente adressiert. Breitere präventionspolitische Ansätze bleiben damit im ersten Bericht außerhalb des Fokus.
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