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Der überproportionale Finanzierungsbeitrag privat versicherter Patienten im Jahr 2008

WIP-Diskussionspapier 5/2010, Dr. Frank Niehaus

Es wird aufgezeigt, dass die Privatversicherten auch 2008 in wachsendem Maße zur Finanzierung des Gesundheitssystems beitragen. Im Jahr 2008 haben die PKV-Versicherten (inklusive Beihilfeanteil und erfasste Selbstbehalte) ca. 25,5 Mrd. € in das Gesundheitssystem gezahlt. Wären die PKV-Versicherten im selben Jahr in der GKV versichert gewesen, wären für sie nur 14,7 Mrd. € an Leistungsausgaben ins Gesundheitssystem geflossen. Somit betrug der Mehrumsatz im Jahr 2008 ca. 10,9 Mrd. €. Im Vergleich zum Jahr 2007 ergibt sich wie in den Vorjahren ein deutlicher Anstieg von 327 Mio. €.

Der Anstieg resultiert neben der Zunahme der Versichertenzahl in der PKV vor allem aus der Alterung der Versicherten. Dadurch, dass der Mehrumsatz pro Person mit dem Lebensalter im Durchschnitt wächst, führt allein die Alterung des Versichertenkollektivs zu einer Zunahme des Mehrumsatzes. Bei Betrachtung der einzelnen Leistungsbereiche wird deutlich, dass der Mehrumsatz vor allem im Bereich der Arzthonorare relativ stark gestiegen ist. Auch im zahnmedizinischen Bereich ist ein Zuwachs zu verzeichnen.

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