WIP - Wissenschafftliches Institut der PKV
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Lewe Bahnsen, Frank Wild, WIP-Kurzanalyse März 2021

Die zukünftige Entwicklung der GKV-Finanzen - Ein Beitrag zur Diskussion um erhöhte Steuerzuschüsse

Die GKV steht unter wachsendem finanziellen Druck. Wenn der GKV-Beitragssatz konstant bleiben soll, um das 40 %-Ziel zu erhalten, wären in den nächsten Jahren erhebliche Bundeszuschüsse notwendig. Die Analyse unterscheidet, in Abhängigkeit von der zukünftigen Einnahmen- und Ausgabenentwicklung, verschiedene Szenarien und leitet daraus eine Beitragssatzprognose und eine Vorausberechnung zukünftiger Bundeszuschüsse ab. Allein durch die Alterung der Bevölkerung läge der notwendige Bundeszuschuss danach im Jahr 2030 bereits bei knapp 30 Mrd. Euro. Bei einer Ausgaben- und Einnahmenentwicklung wie in den letzten zwanzig Jahren (1999-2019) würde der Steuerzuschuss sogar bis auf 83 Mrd. Euro im Jahr 2030 steigen müssen, um den GKV-Beitragssatz konstant halten zu können.

Die Analyse verdeutlicht die Probleme des Umlageverfahrens der GKV in einer alternden Bevölkerung, die durch einen Steuerzuschuss zwar kaschiert, aber nicht gelöst werden können. Steuerzuschüsse erzeugen lediglich eine Finanzierungsillusion, verzerren Ausgabenstrukturen und verwischen Verantwortlichkeiten. Für GKV-Versicherte werden die tatsächlichen Kosten der Absicherung ihres Krankheitsrisikos durch die mangelnde Transparenz weiter verschleiert.


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